Meine Gedanken zum Herbst

Schauen wir uns um.

Der Herbst hat seine prächtigen, schillernden Farben in den durchsichtigen Blättern der Bäume und Büsche gemalt und das flimmernde Licht der Abendsonne zaubert wahre Kunstwerke in die Wälder und Landschaften. Wenn dann am Morgen der Herbstnebel seine Schleier über die Landschaften ausbreitet und die aufgehende Sonne beginnt, diesen Schleier langsam zu durchleuchten und die ersten glizernden Wassertropfen wie Diamanten an den Rand der Blätter hängen, dann spürt man, dass keiner schönere Bilder entwerfen kann, als die Hand des Schöpfers. Es ist der Moment, wo tiefe Demut beginnt sich in uns auszubreiten und wir ergriffen werden von der Allmacht der göttlichen Eigenschaften. Es ist, als wenn die Natur noch einmal auf sich aufmerksam machen möchte, bevor sie sich in den Winterschlaf verabschiedet, um daraus wieder hervorzugehen.

Es ist das ewige Spiel der vier Jahreszeiten von Frühling, Sommer, Herbst und Winter die uns alle Jahr wieder beschert werden, ohne Anfang und ohne Ende. Nichts Unnützes wird von der Natur produziert, alles hat seine Aufgabe für das Ganze.

Andere sehen es wiederum ganz anders.  Hier werden die Blätter der Bäume
als Unrat empfunden und deshalb sollte man auch nicht unbedingt Laubbäume
im Garten pflanzen. Die Natur erhält einen anderen Stellenwert. Man will
nicht begreifen,  dass die Natur nichts Unnützes produziert. Schauen sie
sich die Gartenzwerge an, den exakt getrimmten Rasen in den Vorgärten,
kein Unkräutchen hat eine Überlebenschance, alles hat seine Ordnung.
ABER:

  • Je mehr Fortschritt, je mehr der Mensch die Natur zu beherrschen versucht, um von ihr möglichst unabhängig zu werden,
  • je mehr der Mensch sich von der Technik beherrschen lässt,
  • je mehr der Mensch glaubt, alles durch seinen Verstand und Intellekt
    regeln zu können,
  • je mehr der Mensch von seiner Ratio und seinem Egoismus geleitet wird,
  • je mehr der Mensch nach Besitz und Wohlstand strebt,
  • je mehr der Mensch sich von der christlichen/humanistischen Lehre entfernt,

 

desto mehr  verabschiedet er sich  von den Tugenden.
Wir alle nehmen teil an dieser Entwicklung. Die Abneigung, uns der
unerfreulichen Realität zu stellen, verschleiert die Tatsache, dass die
heutigen Krisen noch zunehmen werden, bevor sie sich durch ein
naturverbundenes, humanistisches Verhalten unserer Lebens-weise allmählich bessern kann.

Wir leben  heute in einer Zeit, in der wir  von Problemen überrollt werden
und für deren Bewältigung keine Pläne zur Verfügung stehen. Auch der
fortschrittsgläubigste Mensch kann sich den  gegenwärtigen Ereignissen
nicht mehr  verschliessen.
Die zunehmenden gesellschaftlichen Krisen und Umweltkatastrophen zeigen uns, dass es höchste Zeit ist, Fortschritt nicht länger nur auf der
materiellen oder gar technokratischen Ebene zu sehen, sondern in eine neue Ebene unseres Denkens, das dem veränderten Zustand unserer dicht bevölkerten Erde angemessen ist.

Wir wissen heute, das der Klimawandel große Veränderungen für Mensch und Natur verursacht. Das Ozonloch über der Antarktis ist größer als je zuvor.  Der Treibhauseffekt, der den globale Temperaturanstieg auslöst und

  • Pole und Gletscher zum schmelzen bringt,
  • den Meeresspiegel anhebt und Überschwemmungen in immer kürzeren Zyklen
    verursacht,
  • die Rodung der tropischen Regenwälder,  die Buschbrände
  • die Ausdehnung der Wüstenregionen
  • die Belastung von Böden, Luft und Wasser - Kaum ein Fluss kann noch
    seine natürlichen Funktionen als Lebensraum, als Trinkwasser für Mensch
    und Tiere erfüllen.
  • die finstere Zukunft der Ökosysteme, die Hungersnöte in den
    Entwicklungsländer, die Zerstörung der Vegetation werden mittelfristig
    den Menschen große Probleme bereiten.

 

Und das sind nur einige der Umweltprobleme, die uns und unsere Welt belasten. Wir bedenken nicht, dass die Erde, so wie der Mensch auch, ein lebendes System im Universum ist und von einem fundamentalen Naturgesetz gelenkt wird, in dem kein Lebewesen für sich alleine existiert, sondern immer eingebunden ist in seine Umwelt.

Wir  wissen weiter, dass die Welt immer verwirrender und Komplexer wird. Die globalen Perspektiven über das Zusammenwirken von wirtschaftlicher Entwicklung,

  • das unbekümmerte Draufloswirtschaften,
  • die Entwicklung der Ressourcen und deren Folgen für die Umwelt
  • die immer kürzer werdenden Zyklen zwischen den wirtschaftlichen und
    politischen Krisen,
  • das industrielle Zeitalter zeigt uns heute die zerstörerischen
    Auswirkungen, wobei die Spätschäden noch nicht absehbar sind,
  • der Weg in die Informationsgesellschaft wird das Leben auf diesen
    Planeten mit steigender Geschwindigkeit verändern,
  • die Bevölkerungsentwicklung, die Schere zwischen ARM und REICH wird
    immer größer
  • die hohe Arbeitslosigkeit, der Wertewandel, die hohen Scheidungsraten,
    sind weitere Aspekte, die uns Menschen langsam in eine mentale
    Depression führen.
  • Die öffentlichen Diskussionen sind hier wenig hilfreich, weil sie nicht
    mehr das nötige geistige Fundament besitzen.
  • Die Kirchen haben es in 2000 Jahren nicht geschafft, den Frieden auf
    dieser Welt herzustellen, obgleich gerade das ihr zentrales Anliegen
    sein müsste.
  • Die überwiegende Zahl der Wissenschaftler sind immer noch mit der
    Erforschung neuer Waffentechnicken beschäftigt.
  • Unser Bildungssystem hinkt den Erfordernissen weit hinterher.
  • Unsere politischen Macher, taumeln von Problem zu Problem und bekommen
    die Dinge nicht in den Griff.
  • das Kollektivbewusstsein entwickelt sich dementsprechend.


Und das alles sind nur ein Teil der Probleme.

Und mitten drin in diesem Szenario, steht der Mensch, die Krönung der
Schöpfung, der trotz seiner Vollendung und Glorifizierung seines Geistes
von den gegenwärtigen Ereignissen geplagt wird.
Die Angst vor der Zukunft bereiten uns immer mehr Beklemmungen,  die oft mit  quälender Verzweiflung einhergehen. Eine unbestimmte Bedrohung, hervorgerufen durch real erlebte oder auch bloß vorgestellte, häufig nicht einmal  voll bewusste Lebensbeeinträchtigungen,  bedrücken und lähmen uns immer mehr.

Und so fühlen sich immer mehr Menschen

  • einsam, wenn er den Kontakt zu anderen Menschen oder seinen Arbeitsplatz verloren hat,
  • verlassen, wenn die Familie sich auflöst,
  • von Ängsten und Sorgen gequält, wenn  Krankheit, Arbeitslosogkeit oder Einsamkeit  sich anbahnen.
  • deprimiert, destruktiv verhaltend, abhängig  von seiner Unwissenheit,
  • ständig getrieben von seinen Sehnsüchten und Wünschen,
  • nachlässig gegenüber seiner Umwelt,

 

Es scheint, als wenn das Spektrum der Ängste mit der Entwicklung unserer Wohlstandsgesellschaft einhergeht. Wir  haben es verlernt, einmal in uns hinein zu horchen, einmal inne zu halten, um sich selbst wahrzunehmen und zu erkennen.
Die Welt all unserer Gefühle wird von unserer Ratio und unserem Egoismus ausgelöscht. Man zeigt keine Gefühle mehr, weil es unmännlich ist und als Schwäche ausgelegt wird. Cool sein ist  in. Wobei wir alle spüren, dass hier etwas in die falsche Richtung abdrifftet. Wir fühlen uns ohnmächtig gegenüber all den Veränderungen.
Ethik, Humanität, Moral, Glauben, soziales Verhalten und all die anderen
Tugenden verabschieden sich Schritt für Schritt aus unserer Gesellschaft.
Es ist wie ein Krebsgeschwür, das beginnt sich in uns auszubreiten. Und so wird die Welt kälter und kälter.
Das ist die Realität, in der wir leben und hier liegt auch die Erklärung,
warum mein Buch "Im Dialog mit unserem Schöpfer" entstanden ist. Zu
versuchen, die Weichen zu stellen, damit der Mensch mit sich selbst und
den Problemen der Gegenwart besser umgehen kann und den Weg in eine menschenwürdige, naturverbundene Zukunft verwirklicht, dass ist  das hoch gesteckte, sinnvolle Ziel meines Wirkens.
Jeder von uns besitzt die Fähigkeit, auf Grund seines freien, grenzenlosen
Geistes  zu erkennen und zu verändern. Aber "Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden, es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun", das waren schon die Worte Goethes. Und auch Sokrates, der stets auf der Suche nach der Wahrheit war sagte: "Es ist das größte Gut für den Menschen, jeden Tag von der Tugend zu sprechen und von all dem anderen, worüber ihr mich reden hört, wenn ich im Gespräch mich und andern prüfe; ein Leben ohne Prüfung aber ist für den Menschen nicht lebenswert," so waren seine Worte und "es lohne sich nicht nicht zu leben, wenn ich so bliebe, wie ich bin".

  • Wo aber erhalten wir nun Hilfe, um uns auf diese epochale Zeit besser
    einzustellen?
  • Was kann der einzelne tun, um sein Leben besser in den Griff zu bekommen?
  • Was sollte der einzelne tun, um der Familie und der menschlichen
    Gesellschaft dienlich zu sein?

 

Ohne ein wissenschaftliches Studium absolviert zu haben, begann ich in
den letzten Jahren mich mit den Ereignissen der Gegenwart und deren
Folgen zu beschäftigen.  In diesem Nachdenken oder auch inneren Dialog
heraus erhielt ich erstaunliche  Antworten, die mein Bewusstsein und
damit mein Leben positiv veränderte. Zum andern  half es mir, meine
Orientierungslosigkeit zu überwinden und erleichterte mir dadurch mein
Leben.  Warum sollte ich nicht darüber schreiben, um eventuell dem einen
oder anderen zu helfen, seine Probleme zu lösen oder zum Nachdenken
anzuregen um etwas zu finden, wonach er womöglich schon immer gesucht hat? Darin sah ich in meinem Alter eine sinnvolle Aufgabe.
 Und so habe ich begonnen, als nobody in der Literatur - ein Buch zu
schreiben.

  • Keine Medienstar, sondern ein Mensch wie Du und ich.
  • Kein Wissenschaftler, sondern ein Autodidakt.
  • Kein Politiker, sondern ein Mensch ohne politische Heimat.

 

Kein Theologe sondern ein Freidenker, ein Unternehmer im Ruhestand
schreibt ein Buch, um den einzelnen Menschen zum Nachdenken anzuregen, damit er selbst seine brachliegenden, geistigen Potentiale nutzt und so selbst die Ruhe und Ausgeglichenheit in sich findet .

Lesen sie deshalb das Buch und sie werden danach nicht mehr der sein, der sie einmal waren, weil sie Erklärungen für ihre Gedanken finden, die sie vielleicht schon immer gesucht haben. Womöglich finden sie Wege, ihre Probleme zu lösen. Vielleicht erkennen sie sich sogar selbst.



© www.schriftsteller-hansen.de    17.11.2006 09:26 Uhr trbs
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